Was passiert im Torbogen der MOPO?

WP_20130416_004Im Eingangsbereich der MOPO wird derzeit im Torbogen eine Wandskulptur gefertigt, die an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der ehemaligen Sternwoll-Spinnerei erinnern soll Die Initiative für dieses Projekt hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben, der sich an regionale Künstler in Bahrenfeld, Ottensen und Othmarschen richtete.

Über die Wandskulptur

Das Kunstwerk hat drei Ebenen. Die erste seht ihr im Moment im Entstehen, das ist der bemalte Grund. Dabei handelt es sich um einen hockenden Arbeiter im blauen Kittel, die Zahnräder, die ihn umgeben, ein Lorbeerblatt und ein goldenes Ei werden noch gemalt. Die zweite Ebene wird Stacheldraht sein, der über die Zahnräder verläuft. Die dritte Ebene wird eine Art rostige Oberfläche sein, in der die Formen der ersten Ebene ausgefräst werden. In der rechten Ecke werden die Zahlen 1939 – 1945 eingearbeitet. Der Zeitraum bezieht sich auf die Zwangsarbeit im faschistischen Deutschland. Das Kunstwerk wird extra beleuchtet sein. In diesem Zuge wird bis zum 3. Mai 2013 – wie man aktuell auch hört – die Torbogendecke renoviert.

Über die Informationstafel
Neben der Wandskulptur wird eine Informationstafel angebracht, mit Fakten zur Zwangsarbeit in der Sternwoll-Spinnerei und auf den Nachbargrundstücken. Exemplarisch soll an den damals 11-jährigen Wiktor Kiba erinnert werden, der 2009 noch einmal nach Hamburg kam. Er wird auf der Tafel mit den Worten zitiert: „Wahret den Frieden“.

Die Künstlerin
Aus den verschiedenen Vorschlägen hatte sich die Initiative für den von Cornelia Dusör entschieden. Sie hat an der HfBK in Hamburg studiert. Seit 1980 organisiert sie regelmäßige Ausstellungen. Ihre Arbeiten sind u.a. im Museum für Völkerkunde zu sehen. Sie erstellte aber auch Wandgebilde für das „St. Pauli Theater“, die „Hamburger Kammerspiele“ oder die „Fliegenden Bauten“ am Heiligengeistfeld.

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