Deutsche (Kriegs)Wirtschaft hätte ohne Zwangsarbeit nicht funktioniert

Die Gesamtzahl der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zwischen 1939 und 1945 wird von Wissenschaftler in Hitler-Deutschland auf 13,5 Millionen geschätzt. Ohne die Arbeitskräfte hätte die (Kriegs)Wirtschaft nicht funktioniert. Es gab rund 8,5 Mio. „zivile“ Arbeitskräfte, 4,5 Mio Kriegsgefangenen und 1,5 Millionen und den 1,5 Mio. KZ-Häftlingen, die zur Zwangsarbeit verrichten mussten. In den Jahren 1939 bis 1945 leisteten bis zu 500.000 ausländische Frauen, Männer und Kinder Zwangsarbeit in der Hamburger Kriegswirtschaft. Sie arbeiteten in rund 1.000 Hamburger Betrieben, außerdem auf zahllosen Bauernhöfen, in Privathaushalten und kleinen Handwerksbetrieben. Untergebracht waren diese Menschen in über 1.100 Lagern, verstreut über das gesamte Hamburger Stadtgebiet.

Über 200 Zwangsarbeiter alleine in der Griegstraße 75 während Hitler-Faschismus

Nach Recherchen von Dr. Frederike Littmann im Staatsarchiv Hamburg konnte nachgewiesen werden, dass es im September 1944 in der Wollgarnfabrik Tittel & Krüger und Sternwoll-Spinnerei AG ein Firmenlager mit eigener Küche, 16 Essensteilnehmer (italienische Militärinternierte) gab. Die Firma Tittel & Krüger selbst gab 128 weibliche und 96 männliche Personen für das Lager an.